Töne und Gedanken

Gesellschaft, Musik und Psychologie

Wie gefährlich ist Corona?

Ein Versuch, dem derzeit stattfindenden „Selbstmord“ der Gesellschaft aus „Angst vor dem Tod“ Zahlen entgegen zu setzen

Die aktuellen politischen Maßnahmen gegen die Verbreitung von Corona beschneiden und untergraben auf massive Weise die individuelle, soziale und kulturelle Würde und Freiheit der Menschen. Sie gefährden und zerstören immer mehr persönliche und wirtschaftliche Existenzen. Dass die Politik ihre Entscheidungen überhaupt durchsetzen konnte, beruht auf einer unangemessenen Fokussierung der Leitmedien auf Covid-19 und eine die Bevölkerung ängstigende Dramatisierung der Erkrankungslage. In deren Zuge wird eine nahezu gleich hohe gesundheitliche Gefährlichkeit und Gefährdung aller Bürger suggeriert, unabhängig von ihrem Alter und ihrer Immunität. Diese Beeinflussung ist angesichts der tatsächlichen, signifikant hohen Konzentration der Covid-19-Sterblichkeit auf die Altersgruppe der über 80-Jährigen skandalös.


Im Gegensatz zur extrem geringen Wahrscheinlichkeit, dass ein junger Mensch schwer an Covid-19 erkrankt oder sogar daran verstirbt, sind alte Menschen in signifikant höherem Ausmaß von diesem Risiko betroffen. Natürlich bedeutet diese unterschiedliche Verteilung nicht, dass man sich „nur“ um den Schutz der Alten kümmern sollte, sondern sie wirft auch Fragen zum Umgang mit schweren Covid-Verläufen bei jungen Menschen auf. Dennoch ist es vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Altersbetroffenheit unverhältnismäßig, junge, mittelalte, alte Menschen und Kinder als gleichermaßen gesundheitsgefährdend und ähnlich gesundheitsgefährdet zu behandeln.

Auch wenn in den Medien die sehr unterschiedliche Auswirkung von Covid-19 auf die Altersgruppen mitunter erwähnt wird [i], geht dieser Sachverhalt zugunsten des Narrativs der „Epidemie von nationaler Tragweite“ immer wieder unter. Deshalb möchte ich ihn anhand von Rechnungen und Diagramm-Kurven verdeutlichen. Diese zeigen die Covid-Sterbefälle in Relation zur Gesamtbevölkerung, zu den Altersgruppen und zur allgemeinen Sterblichkeit. Sie beruhen auf der naheliegenden Annahme, dass aus der Höhe der Corona-Sterblichkeit in den einzelnen Altersgruppen und der Gesamtbevölkerung auch auf das jeweilige Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken, geschlossen werden kann.

Konkret möchte ich ermitteln,

  1. wie wahrscheinlich es je nach Alter ist, als Individuum eines 83 Millionen umfassenden Kollektivs an Corona zu versterben: Tabellenspalte „Todesfälle in Relation zur Gesamtbevölkerung %“
  • wie wahrscheinlich es innerhalb einer bestimmten Alterskohorte ist, an Corona zu versterben: Tabellenspalte „Todesfälle in Relation zur Alterskohorte %“
  • wie wahrscheinlich es je nach Alter für ein Individuum eines 83 Millionen umfassenden Kollektivs ist, zu versterben: Tabellenspalte „Alle Todesfälle in Relation zur Gesamtbevölkerung %“
  • wie wahrscheinlich es innerhalb bestimmter Alterskohorten ist, zu versterben: Tabellenspalte „Alle Todesfälle in Relation zur jeweiligen Altersgruppe“

Als Grundlagen meiner Berechnungen dienen:

  •  die Infografik: „Todesfälle mit Coronavirus (COVID-19) in Deutschland nach Alter und Geschlecht“ auf de.statista.com. [ii] Den Zeitraum vom 09.03.20-19.01.21, also 10,3 Monate, habe ich auf ein Jahr hochgerechnet.
  • die Tabelle: „Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland“ (www.demografie-portal.de) [iii]
  • die Tabelle: „Gestorbene: Deutschland, Jahre, Geschlecht, Altersjahre“ (www-genesis.destatis.de) [iv]

Die beiden Tabellen beziehen sich auf 2019. Aus ihnen lässt sich die Verteilung von Covid-19-Todesfällen auf die Altersgruppen, die Gesamtbevölkerung und auf alle Sterbefälle ableiten.

Meine Berechnungen habe ich in dieser Tabelle zusammengefasst:

Tabelle: Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in den Altersgruppen und der Gesamtbevölkerung
Tabelle: Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in den Altersgruppen und der Gesamtbevölkerung

Die Zahlen der Tabelle werden in den folgenden Diagrammen anschaulich gemacht:

Diagramm 1: Corona-Tote in Relation zur Gesamtbevölkerung und zu der jeweiligen Altersgruppe
Diagramm 1: Corona-Tote in Relation zur Gesamtbevölkerung und zu der jeweiligen Altersgruppe

Aus diesem Diagramm geht die in der Bevölkerung bestehende, insgesamt geringe Wahrscheinlichkeit hervor, an Covid-19 zu versterben (blaue und orangefarbene Linie). Selbst bei Männern im Alter von 80 bis 89 Jahren, also in der gefährdetsten Alters- und Geschlechtsgruppe, liegt das Risiko mit 0,0158% in einem so niedrigen Bereich, dass sich konkrete Sterbefälle erst ab Populationsgrößen von 10.000 Menschen manifestieren.

Setzt man die Corona-Sterbefälle jedoch in Relation zur jeweiligen Altersgruppe (graue und gelbe Linie), so werden der gemäßigte Anstieg des Sterberisikos ab dem Alter von ca. 60 Jahren, der deutliche Anstieg in der Gruppe der 70- bis 79-Jährigen und die steil ansteigende, bei Männern fast 2% erreichende Letalität ab dem Alter von 80 Jahren ersichtlich.

Im folgenden Diagramm wird erneut die Wahrscheinlichkeit dargestellt, innerhalb der eigenen Altersgruppe an Covid-19 zu versterben, und diesmal mit der Gesamtzahl der Sterbefälle in der betreffenden Altersgruppe verglichen:

Diagramm 2: Corona-Todesfälle und alle Sterbefälle in den Altersgruppen und der Gesamtbevölkerung
Diagramm 2: Corona-Todesfälle und alle Sterbefälle in den Altersgruppen und der Gesamtbevölkerung

Dieses Diagramm veranschaulicht, dass die Corona-Sterblichkeit (dunkelblaue und orangefarbene Kurve) noch viel stärker auf alte Menschen ab ca. 80 Jahren konzentriert ist als die allgemeine Sterblichkeit (hellblaue und grüne Kurve). So nimmt die allgemeine Sterbewahrscheinlichkeit bereits ab dem Alter von 40 bis 49 Jahren signifikant zu, während die Anzahl der Covid-19-Toten langsam, und erst ab dem Alter von 60 Jahren, zu steigen beginnt. Dadurch ergibt sich ein besonders deutlicher Hinweis auf die hohe Korrelation zwischen schweren Covid-Verläufen und einem sehr hohen Alter.

Abschließend soll die Sterblichkeit von Corona mit der allgemeinen Sterblichkeit verglichen werden:

Diagramm 3: Corona-Tote und alle Sterbefälle in Relation zur jeweiligen Altersgruppe
Diagramm 3: Corona-Tote und alle Sterbefälle in Relation zur jeweiligen Altersgruppe

Dieses Diagramm zeigt eindrücklich, dass schwere Covid-19-Erkrankungen nicht nur mit dem hohen Alter korrelieren, sondern dass ihr Anteil an der allgemeinen, mit dem Alter steigenden Sterblichkeit sehr gering ist. – So gering, dass man sich wundern muss, warum sich Medien und Politik seit einem Jahr ausschließlich auf Covid-19 konzentrieren, obwohl es doch andere, weitaus häufigere Todesursachen gibt.

Und so bin ich beim springenden bzw. tragischen Punkt: Corona zeigt, dass

  • Medien, Politik, von der Politik konsultierte Wissenschaftler und das RKI die Wahrnehmung der Bevölkerung auf ein Gesundheitsrisiko eingeengt haben, das sich – je nach Altersgruppe – zahlenmäßig kaum, und wenn, dann sehr gering abbildet.
  • der überwiegende Teil der Gesellschaft bis heute nicht erkannt hat, dass es sich beim regierungspolitischen und medialen Diskurs um eine unhaltbare und maßlos übertreibende Fokussierung auf eine von vielen, und deutlich gefährlicheren, Erkrankungen handelt.
  • dass dieser größere Anteil der Gesellschaft ebenfalls nicht erkannt hat, dass er mittels dieser Fokussierung und Dramatisierung in extrem hohem Ausmaß manipuliert wird.

Noch erschütternder als diese Feststellungen ist das Ergebnis der Manipulation:
Die Mehrheit der Bevölkerung ist bereit, einen tiefgreifenden Verlust ihrer Grundrechte, ihrer Würde, ihrer zwischenmenschlichen Bedürfnisse, ihrer Bildung und ihrer wirtschaftlich-existenziellen Vernichtung in einem Ausmaß zu dulden, welches man sich vorher nicht hätte vorstellen können.

Die Bundeskanzlerin hat inzwischen deutlich zum Ausdruck gebracht, dass es sich bei den Corona-Maßnahmen nicht in erster Linie um eine wissenschaftlich begründete, sondern um eine politische Entscheidung handelt. [v] Inzwischen weicht sie angesichts sinkender Infektionszahlen auch vom kaum noch vertretbaren Narrativ der „Epidemie nationaler Tragweite“ ab und erklärt öffentlich, dass sie die Corona-Krise als Chance für eine „Neuordnung der Weltpolitik“ sieht. [vi]

Angesichts dieser immer autoritaristischeren Neuordnung, die wir aktuell in der nationalen Politik erleben, ist zu befürchten, dass Alternativen zum Umgang mit Corona weiterhin einer Diskussionsverweigerung der Regierung, und leider auch großer Teile der Bevölkerung, zum Opfer fallen.

Trotzdem möchte ich abschließend die Konsequenzen nennen, die daraus zu ziehen sind, dass Corona vergleichsweise ungefährlich ist und die Bevölkerung je nach Alter sehr unterschiedlich betrifft:

Die harten politischen Maßnahmen gegen Corona, allen voran der Lockdown, müssen umgehend beendet und statt ihrer ein differenziertes Konzept zum Umgang mit Covid-19-Erkrankungen entwickelt werden. An erster Stelle steht der Schutz älterer, insbesondere in Pflegeheimen lebender Menschen, bei gleichzeitiger Ermöglichung des für sie wichtigen Kontakts zu ihren Angehörigen. Konzepte hierfür haben z.B. Schrappe et al. vorgelegt. [vii]

Auch wenn jüngere Menschen mit Corona-Infektionen schwere Erkrankungsverläufe haben können, kann die Konsequenz nicht in – sowohl für junge als auch alte Menschen schädlichen – Lockdowns und Kontaktbeschränkungen bestehen. Genauso wenig macht es Sinn, die Bürger mit wenig erprobten und in ihrer infektionshemmenden Wirkung nicht nachgewiesenen Impfstoffen „durchzuimpfen“. Vielmehr sollte man die schon erfolgten Fortschritte in der Behandlung von Covid-19-Patienten nutzbar machen und aus ihnen Leitlinien für die Therapie entwickeln. Als ein erfolgreiches Beispiel sei das Antikörper-Medikament Regeneron [viii] genannt, das sich auch in der Behandlung Donald Trumps als wirksam erwiesen hat. Darüber hinaus gibt es weitere erfolgversprechende Beispiele, wie das in Braunschweig entwickelte Cor-101 [ix] oder das schon lange auf dem Markt bestehende und kostengünstige Ivermectin. [x] Diese Ansätze würden einen effektiven Ausweg aus der Krise weisen und verhindern, dass die Gesellschaft „Selbstmord aus Angst vor dem Tod“ [xi] begeht.


[i] https://www.focus.de/politik/thueringer-urteil-bringt-regierung-in-erklaerungsnot-corona-hammer-gericht-nennt-lockdown-katastrophale-politische-fehlentscheidung_id_12899284.html[i] https://www.zdf.de/nachrichten/briefing/eu-russland-nawalny-zdfheute-update-100.html

[ii] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/

[iii] https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/bevoelkerung-altersstruktur.html

[iv] https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?operation=previous&levelindex=2&levelid=1611915384583&levelid=1611914964632&step=1#abreadcrumb

[v] https://reitschuster.de/post/merkel-harter-corona-kurs-ist-politische-entscheidung/

[vi] https://www.welt.de/politik/article225585047/Merkel-Macron-und-Co-Corona-Krise-als-Chance-verstehen.html?cid=socialmedia.facebook.shared.web&fbclid=IwAR0rWDiE-mo5QWmvS0bPgaX0aT66J5b8V2nykINNE-XxA71yYNNWDE1IauE

[vii] https://www.monitor-versorgungsforschung.de/Abstracts/Abstract2020/mvf-0620/mvf06-PDF/Schrappe_etal_TP_5-0_Corona-Pandemie

[viii] https://www.ndr.de/nachrichten/info/Ciesek-im-Corona-Podcast-Diese-Medikamente-hat-Trump-erhalten,coronavirusupdate120.html

[ix] https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Corona-Medikament-aus-Braunschweig-weckt-Hoffnung,medikament150.html

[x] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/07/13/gute-nachrichten-zu-ivermectin-plus-doxycyclin

[xi] https://www.welt.de/politik/deutschland/plus224226256/Lockdown-bis-Ostern-Palmer-Das-ist-Selbstmord-aus-Angst-vor-dem-Tod.html


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